16.8.07

Neuer Vorstoss ins, von mir, bisher kaum erforschte Lahaul, bzw. 20jaehriges Jubilaeum des Darcha-Lamayuru Treks mit Micha ……..bzw. immer dieser Regen im Kulutal!
Morgens am Busbahnhof nur Busse nach Sueden, aber innerhalb von 5 min fand ich einen Jeep mit 1 freien Sitzplatz. 200 Rs fuer 110 km bis Tandi, wo ich ueber die Bruecke zum Dorf Goshal (dem Lahaul-Goshal) ging und mich umschaute. 3 Maenner am Brunnen erklaerten mir, dass es kein Hotel, noch nicht einmal ein dhabba gaebe. ok, zu Fuss nach Keylong, 7 km leicht bergauf. wieder einmal im Gyespa Hotel, wo ich diesmal das dreadful Zimmer 104 bekam, das mit dem Verbindungsfenster zum Klo des Nachbarn…
Ich besorgte mir vom Flur ein gebrauchtes Bettlaken, stopfte es in das Fenster und sowohl das Licht, die Geraeusche und der Geruch wurden gnaedigerweise weniger. Ich hatte, wie jedes Jahr, vergessen dass der Unabhaengigkeitstag 15. August wieder einmal herangerueckt war. Keylong’s einzige nennenswerte Strasse (the Mall!) war voller fliegender Haendler, Staenden mit tombola, Geschicklichkeitsspielen, „Riesenrad“ etc.
Ich sass, fototechnisch guenstig, an der Ecke mit dem Denkmal b. Boses, des Freiheitskaempfers.
Mir gegenueber sassen 2 Frauen, die mich freundlich anlaechelten (in fact: die einzigen, die hier nicht laechelten waren die angetrunkenen Maenner, die stierten nur noch, bevor sie umknickten und auf der Strasse
unelegante Bewegungen vollfuehrten). Die beiden waren aus Leh gekommen, immerhin eine stressige Busfahrt von 300 km. sie hatten ihre Waren, teilweise chin. Schmuggelware (Thermoskannen, Taschenlampen, Teeschalen) auf Teppichen ausgebreitet. Leider waren all diese Dinge schon in Keylong’s Laeden zu finden und so liefen die geschaefte schlecht. Dafuer konnten wir uns stundenlang unterhalten bei Tee und jelebis.
Immer, wenn die beiden mal „mussten“ oder sich das Festival anschauen wollten, uebernahm ich den „Laden“.
Als wir da so sassen, kamen einige „Bekannte“ vorbei: Pooja, das Bettelmaedchen aus dem Punjab, der Schuster, der sonst in Manali am Busbahnhof hockt, der Frisoer aus Mandi…..

Dann zu Fuss nach Darcha, von wo die treks nach Zanskar beginnen. Im Bus schleimte sich ein dhabba-Besitzer ein und schleppte mich in seine Huette. Vorher mußte ich, zum ersten mal in diesem urlaub, bruellen: kaum war der Bus in D. eingelaufen, erklommen etwa 50 Nepali den Bus, bevor wir aussteigen konnten. Mit einigen „behanshods“ und “ get the fuck out“ und indem ich mich einfach dieser Masse Mensch entgegenlehnte, kam ich heil nach unten. Tee, bisquits & tukpha und ich war wieder unterwegs…zurueck nach keylong, zu Fuss.
In Jispa wieder langer austausch mit der dortigen General store besitzerin. Die Doerfer waren alle seltsam leer, ca. 4 Personen pro dorf waren zu sehen, alle andedren schienen in Keylong zu sein. In Gemon machte ich bei einer netten Familie halt und uebernachtete dort. sah zum ertsen Mal „Krrish“, eine Serie mit Hritik Roshan (elf finger Hritik) in der Hauptrolle.
In K. war wieder die Hoelle los und am letzten Abend des Festivals gab es Tanz und gesangseinlagen von Gruppen aus Haryana, Chamba und Rajasthan. Ich saß mit Ramesh (Genom) und weiteren Jungs auf dem ungesichten Dach eines 3stoeckigen Hauses, die Jungs hatten selbstgemixte harte getraenke mit, Rameshs Flasche fiel leider gleich am Anfang vom dach und zerschellte unten. In der Nacht wollte eine kl. gruppe kein Ende finden und sang, nein grölte, und trommelte bis 5 Uhr morgens. Zum Glück hatte ich Updikes „terrorist“ mit und half mir durch die Nacht.
am Morgen checkte ich aus, es war noch keiner wach vom Hotel, so legte ich die (übertriebenen) 300 Rs aufs Bett und lief zum busbahnhof, wo gerade der Leh-Delhi-Bus abfuhr. Ich sprang auf, natürlich gab es keionen Sitzplatz für mich, sodaß ich die ersten 50 km im Stehen, den Rest auf meiner matratze sitzend verbrachte. Vor dem rohtangpass verloren wir einen Rucksack vom Dach…alles brüllte in versch. Sprachen „Anhalten“! Nach Überquerung des Passes schepperte es metallisch und wir konnten zusehen, wie ein vorher auf dem Dach befestigter gaszylinder eilig den Berg hinabsprang. Dem Beas Rishi sei Dank: kaum Verkehr auf den serpentinen. Nette Vorstellung: da fährt man nichts ahnend den rohtang hinauf und wird von einem Gaszylinder getroffen.

4.8.07

und es regnet weiter: 16,6 cm in Shimla, ebenso in Delhi, hier oben nicht ganz so viel, aber so mal 2 Tage hintereinander nur Regen gibts schon. gut wenn man den neuen Harry Potter zur hand hat.
dann knallte es und der Strom war weg, da es Abend war, dachte ich, der ganz normale stromausfall….aber diesmal hatte es dort, wo mein Stromkabel mit dem vom Strommast zusammentrifft ordentlich geknallt und gefunkt und am Trafo waren die Sicherungen rausgeknallt und etwa 7 Haeuser waren ohne Strom. Also runter, to file a complaint beim electricity board und Joginder (Elektriker) geholt, um meine line reparieren zu lassen. das alles in strroemenden Regen. man kennt das ja: Angriff der Kinkerlitzchen, bzw. die Rache der kl. Dinge, immer am Wochenende oder wenn es regnet. anyway, nach nur wenigen stunden war alles wieder im Lot.
Im Parvatital hat es mal wieder einen Toten gegeben (Israeli), ungeklaert, ob Unfall oder Mord. In der Zeitung Berichte ueber Schlangenbisse und Leoparden, die Kinder aus den Huetten holen, aber alles weiter weg. Ebenso die ueblichen Meldungen ueber Korruptionsfaelle, Vergewaltigungen,
die Killerbusse von Delhi (Blue Line….die ueberfahren fast jeden Tag einen Passanten, der Fahrer flieht daraufhin, weil er ganz genau weiss, das er gelyncht, bzw. zumindest ordentlich verpruegelt wird).
Eins meiner panoramafotos hat down under immerhin soviel Aufmerksamkeit erregt, dass eine trekkingagentur es fuer die Titelseite ihrer diesjaehrigen Broschuere verwenden wird.

26.7.07

Endlich hat es geklappt: Mandass, Dharmi, die 3 Soehne (Ram Lal, Keshua und Raja) und ich springen ins bestellte taxi und fuhren ueber den pass nach Lahaul, genauer gesagt: Trilokhnath, ein bekannter wallfahrtsort gleichermassen fuer buddhisten und hindus. mein 3ter besuch dort. waehrend der fahrt musste Raja sich uebergeben und sein Vater aus solidaritaet gleich mit….wie jedes mal, wenn wir einen ausflug mit bus oder jeep machen……….Wir liessen das wolkenverhangene kullutal hinter uns und fuhren hinab ins erheblich waermere Lahaul. In Trilokhnath traf ich gleich einen alten bekannten: Mamaji, shopkeeper und Vermieter einiger schoener Raeume, wo schon der Dalai Lama geschlafen hat.
Auffallend, wie relaxt saemtliche Tiere im Ort sind: Spatzen sitzen dicht neben einem, katzen laufen ohne das sonst in Indien uebliche angsterfuellte Gebahren durch den Ort etc. ….ein klarer punktvorteil fuer den Buddhismus, wuerde ich sagen.
Zum Flirten aufgelegte Lahaulifrauen, die die Butterkerzen des Tempels auffuellen, alte Maenner, die ein schwaetzchen halten wollen, gluecklich betrunkene gaddis (Schafhirten), die von Chamba ruebergekommen sind, Kinder, die meine fotos ansehen und selbst geknipst werden wollen, heruntergekommene Taugenichtse, die mich um Zigaretten und charras anbetteln……….
nach 2 Tagen weiter nach Udaipur, wo ich carlos (Spanien) wiedertreffe, der mich, ehe ich mich ins Hotel einchecken kann, zu einer Busfahrt ins miyhar tal ueberreden kann. etwa 20 km geht die strasse mittlerweile
hoch. Zuerst durch eine enge furchterregende schlucht, an deren anderem Ufer man die reste des uralten Weges sehen kann: Horror, in Stein gemeisselt! Unten tost und poltert der braune Fluss……
Im letzten Dorf dreht der Bus um, Carlos hat gerade Zeit fuer einen Tee, bevor er wieder in den Bus springen muss, der ihn zurueck nimmt. Ich bleibe und mache mich auf die Suche nach dem Kloster und dessen lama, vergeblich. ein dorf weiter und ich kann hochschauen zum Pass beim Mentosa Peak (6400 m ). Eine tukpa (Nudelsuppe) in einem Nepalizelt, dann mach ich mich auf den langen weg zurueck. Links treibt mich der Fluss an, er flitzt nur so dahin, steine poltern auf seinem Grund. immer wieder treffe ich gruppen von road crews, einmal gehen vor mir dynamitladungen hoch.
nach ca. 5 stunden und kreischenden hueftgelenken komme ich wieder in Udaipur an, miete mir ein etwas ueberteuertes Zimmer und werde am naechsten morgen von einem ohrenbetaeubendem Laerm um 5 uhr geweckt. Nach einer weile erkenne ich in dem laerm musikaehnliche strukturen, durch Verzerrung und zuviele Hoehen zu einer grauenhaften Kakophonie verunstaltet. draussen ist es noch dunkel, kein schwein auf der strasse. Es ist der (Hindu)tempel von mrikula, der hier morgens und abends die kraft des Hinduismus
verbreiten zu muessen glaubt. flucht nach keylong, wo ich auch gleich wieder bekannte gesichter treffe.
leider scheitert jeder Versuch, Traeger und Fuehrer fuer einen kleinen Trek zu finden: entweder sind sie alle unterwegs in ladakh oder bei der feldarbeit. auch mein ganzer schoener Pangitrekkingplan fiel ins wasser, bzw. landslides bei Cherry machen den plan zunichte. Der monsun ist halt keine gute Zeit fuer solche Unternehmungen.

16.7.07 (www.flickr.com/photos/lambupix)

Der diesjaehrige monsun ist einer der regenreichsten der letzten 5 jahre…….an einem tag wurden in shimla 10 cm und in mcleodganj 15 cm gemessen. dementsprechend viele landslides und todesfaelle. dann wieder strahlender sonnenschein.
Das moskitoaufkommen ist ganz unterschiedlich verteilt: tery hat fast keine, weil er ja am hoechsten wohnt von uns, jallal scheint viele Viecher zu haben, da er gern abends saemtliche lichter im haus anmacht. ich habe vielleicht 2 moskitostiche (juckende) bisher erhalten.
leider fahren Terry und Carol am freitag nach london, ihr haus verkaufen….kommen erst in 3 monaten wieder. Manali will not be quite the same….
Roshan hat jetzt 22 tage trekking vor sich.

Mittwoch.
mit jallal bei bedecktem himmel (fast) bis zum forest rest house gelaufen. ab glam lang wurde meine machete zu einem wichtigen werkzeug…..mannshohe brennesseln (und natuerlich bhang) , kniehohes gras. die Languraffen sind schon erstaunlich tief von ihren
Stammplaetzen herab gekommen. danach mit hochroten gesichtern zu Bolaram tee und maaza trinken.

26.Juni….Bilder :www.flickr.com/photos/lambupix)

zurueck im feuchtheissen Manali. seltsam gruen alles, selbst nach nur 10 Tagen! also, in Kurzform: mit Roshan in einem PKW fuer 800 Rs. bis kurz vor Chattru, dann zu Fuss weiter bis zu einem „hotel“ gefuehrt von Laloo aus Kullu valley. weiter halb zu Fuss, halb mit trucks und jeeps nach Kaza, von da weiter
bis Kibber. 4200 m keuch. Kesang, die ich das letzte Mal 2005 gesehen habe, freute sich und stellte mir ihre Freundin Heather aus Texas vor, die ihr die Saison ueber hilft. reizend, und garnicht soo amerikanisch (ok.: Vater ist aus Nicaragua).
Viele gute leute, ein paar assholes natuerlich aus einem kleinem Land im nahen Osten……..Obwohl der Kunzumpass erst 2 Tage vorher aufgemacht hatte waren schon ziemlich viele Touris unterwegs, auf Enfields oder mit Jeep und Bus: die waren fast alle via Kinnaur eingereist.
Spiti war eine Freude, selbst mit magen/schlaf/beschwerden .
ein Fest im Dorf mit spirituellem Medium (gur), gutem local Schnaps und vielen Moeglichkeiten fuer meine kamera. Habe die 2 GB des ersten Speicherchips fast gefuellt! 2 in Delhi stationierte profifotografen waren auch fuer 2 Tage im Dorf. hilarious! auf einem Spaziergang nach Gete 40-50 blue sheep fotografiert. Dann gestern in 9 Stunden von Kaza nach Manali…..fast Rekordzeit. Chaneram war offensichtlich 5 Tage im Krankenhaus, geht ihm nicht gut, wie ich hoere. weiss aber nicht was er hat…so gut ist mein hindi nicht, das ich alles verstehe, was Amji mir heute morgen im garten erzaehlte.
Alles ist ueppig gruen hier, Viecher ueberall….Monsunwetter halt.

2 tage trek kohti-patal su-solang village (Bilder :www.flickr.com/photos/lambupix)

Da „auntie“ (Roshan’s Tante) seit einem Jahr ihr gebrochenes Bein
auskuriert, brachten wir erst einmal local medicine ins obere Kohti.
Tantchen war leider nicht dort, sondern im unteren Kohti.
Dann der steile, aber an fantastischen Ausblicken reiche Aufstieg zwischen
Palchan und Kohti. An die dreissig Geier und sonstige Greifvoegel flogen, den Aufwind nutzend, dicht an uns vorbei. Schon um 9 Uhr morgens war es stechend heiß, vier Stunden dauerte der Aufstieg, folglich bekamen wir eine reichliche Portion Sonne in den Nacken. Auf dem Kamm waren die ersten Zelte der gujjars, der „Bueffelleute“. Da es noch frueh war, und hier nur wenig Wasser vorhanden war, schlug ich vor, bis zu patal su weiter zu gehen. Patal su ist eine Alm mit einem kleinem (heiligen) See, ungefaehr auf 3600 m. Der Blick geht vom Kang Peri, Manali’s „Hausberg“, weiter zu den Bergen der Bhangalkette mit dem Hanuman Tibba (5930 m) bis zu den Riesen, die das Kullu Tal von Lahaul trennen: Shikar Beh (6200 m) und Mukar Beh (6070 m).
Im Wald, waehrend eines steilen Aufstiegs, scheuchte Roschan eine ca. 40 cm lange Viper auf.
In patal su bewirteten wir eine gujjarfamilie aus der Gegend von Bhuntar. Jeden Tag liefern sie bis zu 40 l Bueffelmilch, auch an Manali’s Top Suessigkeitenladen „Manali sweets“.
Kaum waren unsere Gaeste gegangen, entluden sich die aufgestauten Wolken ueber dem Solang Tal und eine Stunde regnete und hagelte es. Mein nun schon
wahrlich weitgereistes und 15? 20? Jahre altes Zelt ließ uns nicht im Stich.
Leider aber die aufblasbaren Matrazen…….irgendwo waren da kleine Loecher……
Am naechsten Morgen ein ueberreiches Fruehstueck. Jetzt waren wir zu viert:
zwei Kraehen gesellten sich zu uns und genossen den Kaese und das Brot offensichtlich genauso wie wir.
Dann der relativ schnelle Abstieg nach Solang Village, wo Verwandte von Roshan
uns mit (uebersuessem) Tee verkoestigten. In Palchan hockten wir eine halbe Stunde in der Hitze, bis ein Jeep mit leeren Faessern (Helikoptertreibstoff) uns ins
quirlige Chaos von Manali zurueck brachte.
7.6.07
Traf T. im bazar, er erzaehlte, daß seine Frau C. nach dem Verzehr von A.’s Pilzen
erst ohnmaechtig wurde und dann eine halbe Stunde ueber dem Klo hing.
Neulich hatte A. die brasilianische Freundin von J. „unsittlich beruehrt, kaum daß
J. mal aus dem Zimmer war. Sie hat die Schnauze voll von indischen Maennern…..

2 tage trek kohti-patal su-solang village

Da „auntie“ (Roshan’s Tante) seit einem Jahr ihr gebrochenes Bein
auskuriert, brachten wir erst einmal local medicine ins obere Kohti.
Tantchen war leider nicht dort, sondern im unteren Kohti.
Dann der steile, aber an fantastischen Ausblicken reiche Aufstieg zwischen
Palchan und Kohti. An die dreissig Geier und sonstige Greifvoegel flogen, den Aufwind nutzend, dicht an uns vorbei. Schon um 9 Uhr morgens war es stechend heiß, vier Stunden dauerte der Aufstieg, folglich bekamen wir eine reichliche Portion Sonne in den Nacken. Auf dem Kamm waren die ersten Zelte der gujjars, der „Bueffelleute“. Da es noch frueh war, und hier nur wenig Wasser vorhanden war, schlug ich vor, bis zu patal su weiter zu gehen. Patal su ist eine Alm mit einem kleinem (heiligen) See, ungefaehr auf 3600 m. Der Blick geht vom Kang Peri, Manali’s „Hausberg“, weiter zu den Bergen der Bhangalkette mit dem Hanuman Tibba (5930 m) bis zu den Riesen, die das Kullu Tal von Lahaul trennen: Shikar Beh (6200 m) und Mukar Beh (6070 m).
Im Wald, waehrend eines steilen Aufstiegs, scheuchte Roschan eine ca. 40 cm lange Viper auf.
In patal su bewirteten wir eine gujjarfamilie aus der Gegend von Bhuntar. Jeden Tag liefern sie bis zu 40 l Bueffelmilch, auch an Manali’s Top Suessigkeitenladen „Manali sweets“.
Kaum waren unsere Gaeste gegangen, entluden sich die aufgestauten Wolken ueber dem Solang Tal und eine Stunde regnete und hagelte es. Mein nun schon
wahrlich weitgereistes und 15? 20? Jahre altes Zelt ließ uns nicht im Stich.
Leider aber die aufblasbaren Matrazen…….irgendwo waren da kleine Loecher……
Am naechsten Morgen ein ueberreiches Fruehstueck. Jetzt waren wir zu viert:
zwei Kraehen gesellten sich zu uns und genossen den Kaese und das Brot offensichtlich genauso wie wir.
Dann der relativ schnelle Abstieg nach Solang Village, wo Verwandte von Roshan
uns mit (uebersuessem) Tee verkoestigten. In Palchan hockten wir eine halbe Stunde in der Hitze, bis ein Jeep mit leeren Faessern (Helikoptertreibstoff) uns ins
quirlige Chaos von Manali zurueck brachte.
7.6.07
Traf T. im bazar, er erzaehlte, daß seine Frau C. nach dem Verzehr von A.’s Pilzen
erst ohnmaechtig wurde und dann eine halbe Stunde ueber dem Klo hing.
Neulich hatte A. die brasilianische Freundin von J. „unsittlich beruehrt, kaum daß
J. mal aus dem Zimmer war. Sie hat die Schnauze voll von indischen Maennern…..

3.6.07

Das Wetter ist unfreundlicher geworden, aber das ist wohl auch in Europa so…..morgens ist es noch heiß, dann formen sich gewaltige Wolken ueber dem Tal, und bald darauf regnet es in heftigen Schauern. Wird wahrscheinlich natlos in den Monsun uebergehen.
ich habe seit einer Woche zwei Tischler beschaeftigt, die die gesamte Veranda mit Sandpapier (und einem kl. Bosch-Schwingschleifer) abschmirgeln und danach neu lackieren.
Gestern war die beruehmt-beruechtigte potlach party bei T. und N.
Entgegen allen Befuerchtungen gab es keine Gesangseinlagen der Beiden…..dafuer ein prima Nudelgericht und mindestens sechs verschiedene Kuchen. Fast die komplette deutsche „Szene“ war da, mehr Frauen als Maenner.
Die (Weizen)Felder werden abgeerntet, umgepfluegt und neue
Saat (Mais, Bohnen) ausgestreut. Kam vorgestern gerade rechtzeitig nach hause, um eine Kuh daran zu hindern, in amjis Spinatgarten zu steigen. Bin jetzt besitzer eines indischen handys, hat sich bei der renovierung des hauses schon bewaehrt.

24.5.

gestern langen spaziergang durchs tal gemacht:
Manali – Goshal-Bhang-Vashisht-Manali. nach wie vor wird viel gebaut….im nachbardorf, jetzt bald verbunden mit manali durch eine strasse, traf ich 5 steinmetze aus varanasi ! ein reicher bauer hatte sich diese handwerker extra kommen lassen! als ob bei uns jemand handwerker aus venedig bestellt.
In Bhang kam ich an der schule vorbei, ein paar jungs machten die „hello sir“ tour, ich fragte auf kulubi „Kilori, baia?“ (was willst du, bruder?) allgemeines gelaechter.
Dieses jahr erstaunlich wenig westliche/israelische besucher hier….schlecht fuer die einheimischen, prima fuer mich……..die kirschernte ist fast vorueber, jetzt gilt alle aufmerksamkeit den aepfeln und dem weizen.
Bin im bazar, Leinsamenoel kaufen, und Zement. das Oel ist zum streichen der Bretter und der chunis (die kl. zapfen, die am dach haengen). Mit dem Zement muss die terasse ausgebessert werden: in 6 jahren haben die ameisen und das wetter schon kraeftig an der oberflaeche genagt….

16.5.07

8 uhr start hoch zur kuhwiese kumzu (ungefaehr 3200 m) mit Jalal und seiner brasilianischen freundin Radha. genau wie ich hat J. Probleme mit seinem knie (aber nicht athrose, sonder weil er vor jahren in goa auf einen Stachelrochen getreten ist und sich das gift seither im knie sammelt). dass wir langsam gingen war mir sehr recht, durch die magenverstimmung war mir die ersten stunden kotzuebel, spaeter verschwand das. was haben wir geschwitzt! nach 4 stunden hoch, mittagspause zwischen brunftigen kuehen und 2 stunden rueckmarch kamen wir mit hochroten koepfen bei terry und Carol an und genossen einen feinen tee und gingernut bisquits. terry wird seit tagen von einem abszess geplagt, aber unser guter zahnarzt hier kriegt es langsam in den griff. weniger gut ist (immer noch) die emailverbindung…….
heute morgen jalal besucht: sein knie ist so schlimm, dass er bestimmt die naechsten 2-3 Tage ausser Gefecht ist. Da kam die Kniekompresse von mir gerade richtig.
Das wetter in Himachal ist schon sehr „monsunisch“………gerade jetzt sitze ich im dunklen (blackout) cybercafe von Tensing Ragba und draussen plaetschert es.