Neuer Vorstoss ins, von mir, bisher kaum erforschte Lahaul, bzw. 20jaehriges Jubilaeum des Darcha-Lamayuru Treks mit Micha ……..bzw. immer dieser Regen im Kulutal!
Morgens am Busbahnhof nur Busse nach Sueden, aber innerhalb von 5 min fand ich einen Jeep mit 1 freien Sitzplatz. 200 Rs fuer 110 km bis Tandi, wo ich ueber die Bruecke zum Dorf Goshal (dem Lahaul-Goshal) ging und mich umschaute. 3 Maenner am Brunnen erklaerten mir, dass es kein Hotel, noch nicht einmal ein dhabba gaebe. ok, zu Fuss nach Keylong, 7 km leicht bergauf. wieder einmal im Gyespa Hotel, wo ich diesmal das dreadful Zimmer 104 bekam, das mit dem Verbindungsfenster zum Klo des Nachbarn…
Ich besorgte mir vom Flur ein gebrauchtes Bettlaken, stopfte es in das Fenster und sowohl das Licht, die Geraeusche und der Geruch wurden gnaedigerweise weniger. Ich hatte, wie jedes Jahr, vergessen dass der Unabhaengigkeitstag 15. August wieder einmal herangerueckt war. Keylong’s einzige nennenswerte Strasse (the Mall!) war voller fliegender Haendler, Staenden mit tombola, Geschicklichkeitsspielen, „Riesenrad“ etc.
Ich sass, fototechnisch guenstig, an der Ecke mit dem Denkmal b. Boses, des Freiheitskaempfers.
Mir gegenueber sassen 2 Frauen, die mich freundlich anlaechelten (in fact: die einzigen, die hier nicht laechelten waren die angetrunkenen Maenner, die stierten nur noch, bevor sie umknickten und auf der Strasse
unelegante Bewegungen vollfuehrten). Die beiden waren aus Leh gekommen, immerhin eine stressige Busfahrt von 300 km. sie hatten ihre Waren, teilweise chin. Schmuggelware (Thermoskannen, Taschenlampen, Teeschalen) auf Teppichen ausgebreitet. Leider waren all diese Dinge schon in Keylong’s Laeden zu finden und so liefen die geschaefte schlecht. Dafuer konnten wir uns stundenlang unterhalten bei Tee und jelebis.
Immer, wenn die beiden mal „mussten“ oder sich das Festival anschauen wollten, uebernahm ich den „Laden“.
Als wir da so sassen, kamen einige „Bekannte“ vorbei: Pooja, das Bettelmaedchen aus dem Punjab, der Schuster, der sonst in Manali am Busbahnhof hockt, der Frisoer aus Mandi…..
Dann zu Fuss nach Darcha, von wo die treks nach Zanskar beginnen. Im Bus schleimte sich ein dhabba-Besitzer ein und schleppte mich in seine Huette. Vorher mußte ich, zum ersten mal in diesem urlaub, bruellen: kaum war der Bus in D. eingelaufen, erklommen etwa 50 Nepali den Bus, bevor wir aussteigen konnten. Mit einigen „behanshods“ und “ get the fuck out“ und indem ich mich einfach dieser Masse Mensch entgegenlehnte, kam ich heil nach unten. Tee, bisquits & tukpha und ich war wieder unterwegs…zurueck nach keylong, zu Fuss.
In Jispa wieder langer austausch mit der dortigen General store besitzerin. Die Doerfer waren alle seltsam leer, ca. 4 Personen pro dorf waren zu sehen, alle andedren schienen in Keylong zu sein. In Gemon machte ich bei einer netten Familie halt und uebernachtete dort. sah zum ertsen Mal „Krrish“, eine Serie mit Hritik Roshan (elf finger Hritik) in der Hauptrolle.
In K. war wieder die Hoelle los und am letzten Abend des Festivals gab es Tanz und gesangseinlagen von Gruppen aus Haryana, Chamba und Rajasthan. Ich saß mit Ramesh (Genom) und weiteren Jungs auf dem ungesichten Dach eines 3stoeckigen Hauses, die Jungs hatten selbstgemixte harte getraenke mit, Rameshs Flasche fiel leider gleich am Anfang vom dach und zerschellte unten. In der Nacht wollte eine kl. gruppe kein Ende finden und sang, nein grölte, und trommelte bis 5 Uhr morgens. Zum Glück hatte ich Updikes „terrorist“ mit und half mir durch die Nacht.
am Morgen checkte ich aus, es war noch keiner wach vom Hotel, so legte ich die (übertriebenen) 300 Rs aufs Bett und lief zum busbahnhof, wo gerade der Leh-Delhi-Bus abfuhr. Ich sprang auf, natürlich gab es keionen Sitzplatz für mich, sodaß ich die ersten 50 km im Stehen, den Rest auf meiner matratze sitzend verbrachte. Vor dem rohtangpass verloren wir einen Rucksack vom Dach…alles brüllte in versch. Sprachen „Anhalten“! Nach Überquerung des Passes schepperte es metallisch und wir konnten zusehen, wie ein vorher auf dem Dach befestigter gaszylinder eilig den Berg hinabsprang. Dem Beas Rishi sei Dank: kaum Verkehr auf den serpentinen. Nette Vorstellung: da fährt man nichts ahnend den rohtang hinauf und wird von einem Gaszylinder getroffen.




